Connected Content Strategy – mehr Content für alle.

Thema: Content Strategie | Reflektion
Lesedauer: 3 Minuten

Es ist Jänner 2020 und ich befinde mich am Ende des dritten Semesters meines Content Strategie-Studiums an der FH Joanneum in Graz. Berufsbegleitend zu studieren ist anstrengend. Wirklich. Und zwar auf sehr vielen Ebenen. Das kann ich gerade jetzt gegen Semesterende wirklich bestätigen. Es ist winterlich kalt, die Sonne kommt nur selten zum Vorschein und mir fehlt langsam Energie und Fokus. Ich möchte nur noch meine Mastervorarbeit (Feasibility Study) hinter mich bringen und dem Licht am Ende des Tunnels näher kommen. Warum ich das sage? Weil es wichtig ist ehrlich zu sein und immer wieder zu reflektieren: Wo stehe ich aktuell? Was habe ich schon hinter mich gebracht? Was liegt noch vor mir?

Im Anblick dessen konnte ich einen Rückblick wagen, der mir aufzeigen sollte, warum ich all diese Strapazen tatsächlich auf mich genommen habe. Das Ergebnis: Es lohnt sich, weil Content Strategie wunderbar ist. Und zwar auf sehr vielen Ebenen.

Nun fragen sich einige, was denn Content Strategie überhaupt bedeutet? Anstatt mit theoretischen Definitionen um mich zu werfen, möchte ich die Vielseitigkeit der Content Strategie abbilden um aufzuzeigen, was Content Strategie alles beinhaltet. Und zwar in Form von ganz vielen Verlinkungen zu den tollen Beiträgen meiner COS18-StudienkollegInnen:

  • Web & Accessibility: Das Web – ein Ort für alle? Leider nein! Warum das Web wieder simpler werden sollte, zu viel Technologie Menschen von Websites ausschließt, warum sich Entwickler mehr an allen Usern orientieren sollten und wie wir mobile Barrierefreiheit im Web erzielen können lest ihr in den Beiträgen meiner COS18-Kolleginnen.
  • Information architecture: ist ein riesiges Feld, das sich mit UX Design, Entwicklung und Content Strategie auseinandersetzt und verbindet. Dabei geht es um die Online- und Offline-Strukturierung von Information. Wo User welche Probleme und Bedürfnisse haben, wonach sie suchen und wie sie es finden. Mein Studienkollege Dominik hat darüber einen wunderbaren Blogpost verfasst. Domain Modelling, Content Modelling und Content Operations sind weitere (eher technische) Begriffe die sehr spannend und wichtig für die Content Strategie sind, da sie den Web-Auftritt beeinflussen und positiv unterstützen können.
  • Content Marketing: Dass Marketing und Content Strategie nicht die besten Freunde sind, hören wir hier im Studium immer wieder. Besonders für die vielen MarketerInnen in meinem Studiengang ist das unglaublich frustrierend. Denn: Es ist stimmt einfach nicht! Laura hat das Dilemma sehr humorvoll und vor allem hoffnungsvoll auf den Punkt gebracht. Das Fazit: Content Marketing & Content Strategie sind beste Freunde, statt Feinde!
  • Personas & Customer Journeys: Wenn Content King ist, ist die Zielgruppe mindestens Queen. Denn bevor Maßnahmen getroffen und umgesetzt werden, braucht es eine Strategie die auf die Bedürfnisse der Zielgruppe trifft. Dafür muss ich diese kennen und verstehen lernen. Basierend auf den Personas (fiktive Darstellung meiner KundInnen) können Customer Journey Maps entwickelt werden, die den gesamten Weg von (potentiellen) KonsumentInnen darstellen (zb. Erstinteresse für Produkt bis zum Kauf). So kann das Unternehmen seinen eigenen Auftritt verbessern und idealerweise Sales steigern.
  • Journalismus: Ja, auch Journalismus und Content Strategie können sich in Form von Inhalten, Content Audits und Suchmaschinenoptimierung ideal ergänzen. Was meine Kollegin und Journalistin Verena dazu sagt könnt ihr hier lesen.
  • Design: Informationsflut, neue Situationen, neue Trends, Technologien und am besten alles schnell, simple und günstig. Die Schnelligkeit unserer Zeit spüren vor allem die Kreativen der Branche, die oftmals unter starkem Druck stehen. Was das für Design bedeutet und warum es wichtig ist interdisziplinär zu denken, gibt es hier nachzulesen.
  • Storytelling: Ist in aller Munde und dennoch gar nicht so einfach! Die wichtigsten Fakten dazu gibts hier: Storytelling I & Storytelling II.
  • Markensprache: Dazu gehören Brand Values, Message architecture, communication goals uvm. die mittels unterschiedlicher Methoden behandelt werden. Werte und Sprache sind ganz essentiell wenn es um den Markenauftritt geht. Um dies zu definieren und evaluieren ist Card Sorting sowie Content Audits mit unterschiedlichen Schwerpunkten wunderbare Methoden.

    Dass hier noch einiges fehlt, ist klar. Aber es gibt einen schönen ersten Einblick wie vielschichtig Content Strategie ist und was alles dazugehört. Wer sich übrigens dafür interessiert, wie man all dies mit sehr wenig Zeit unter einen Hut bringt, beschreibt mein Kollege Emanuel sehr ehrlich in seinem Blogbeitrag „Juggle the struggle“. Denn was noch schlimmer ist als berufsbegleitend zu studieren, ist es als Selbständige/r berufsbegleitend zu studieren. Denn Selbständige schlafen nie. 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s